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Festgeld ist besser als sein Ruf

Konservative beziehungsweise sichere Geldanlagen sind in vor allem in Deutschland sehr beliebt. Deutsche Anleger sind dafür bekannt, dass sie gern auf Nummer sicher gehen und lieber kleinere Renditen in Kauf nehmen, als ihr Geld einem höheren Risiko auszusetzen. Zwar gibt es viele Kritiker, die dieses Anlageverhalten nicht gut heißen, allerdings darf nicht vergessen werden, dass es auf jeden Fall zu empfehlen ist, gewisse Teile seines Vermögens sicher anzulegen, so dass einem schwere Börsenzeiten nichts anhaben können.

Was sichere Geldanlagen angeht, so stehen Festgeldanlagen ganz weit oben und sind vor allem bei deutschen Anlegern sehr beliebt. Das ist kein Wunder, denn im Bereich der sicheren Anlageformen handelt es sich beim Festgeld um eine der sichersten und zugleich renditestärksten Anlageformen. Im Vergleich zu Tagesgeld oder Geldmarktfonds lassen sich mit Festgeldanlagen höhere Renditen erzielen.

Weil auf dem Markt die unterschiedlichsten Festgeldangebote zu finden sind, wird im Folgenden erläutert, wie Festgeldanlagen funktionieren und sich die bestmögliche Rendite erzielen lässt.

Anlagestrategie bei Festgeldanlagen

Das Prinzip einer Festgeldanlage ist schnell erläutert: Man eröffnet ein Festgeldkonto, auf welches der Anlagebetrag überwiesen wird. Mit der Bank wird ein Zeitraum vereinbart (die so genannte Zinsbindung / Zinsfestschreibung). Für die Dauer der Zinsbindung ist das eingezahlte Kapital fest angelegt und kann somit nicht mehr abgehoben werden kann. Aufgrund der Tatsache, dass man der Bank das Geld für einen festen Zeitraum zur Verfügung stellt, erhält man einen besonders attraktiven Zinssatz. Die Zinsausschüttung bzw. Zinszahlung erfolgt je nach Festgeldkonto und Anlagebedingungen entweder am Ende des Kalenderjahres oder am Ende der Laufzeit.

Im Bezug auf die Verzinsung bleibt anzumerken, dass diese umso höher ausfällt umso länger die Laufzeit ist. Somit ist beispielsweise für einen Anlagezeitraum von fünf Jahren mit einem höheren Zinssatz zu rechnen, als bei einem Anlagezeitraum von nur einem Jahr.

Folglich könnte man meinen, bei Anlagen in Festgeld mache es Sinn, stets den längsten Anlagezeitraum zu wählen, um somit die höchste Rendite zu erzielen. Allerdings geht diese Strategie nur dann auf, wenn die Zinsmärkte am Fallen sind oder zumindest stagnieren. Sollten die Zinsmärkte und somit auch die Festgeldzinsen steigen, so gilt es einen Anlagezeitraum zu wählen, der zwar eine möglichst gute Rendite bringt, aber das Kapital nicht zu lange bindet. Schließlich wäre es ärgerlich, wenn die Zinssätze unentwegt am steigen sind und man sein Geld nicht reinvestieren kann, weil es noch für Jahre fest angelegt ist. Zwar ist es bei einigen Banken durchaus möglich, ein Festgeldkonto vorzeitig zu kündigen, doch dann muss in aller Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung (Strafzinsen) entrichtet werden, welche die bisher erzielte Rendite ganz beachtlich schmälern kann.

Um die maximale bzw. höchstmögliche Rendite zu erwirtschaften kommt es allerdings nicht nur darauf an, für welchen Zeitraum man sein Geld anlegt, sondern auch darauf, wo bzw. bei welcher Bank man es anlegt, da sich die Festgeldkonditionen einzelner Banken spürbar voneinander unterscheiden können. Deshalb sollte jeder Anleger vor der Eröffnung eines Festgeldkontos einen Festgeld Vergleich machen.